Die Literaturgeschichte wird mit der Wende ins 19. Jahrhundert geschaffen

Die literarische Epoche, welche den Übergang ins 19. Jahrhundert markierte, war die Romantik. Die Frühromantik war eine äußerst spannende Phase, in welcher mutige Autoren wie Novalis und seine Freunde mit bis dahin festen literarischen Konventionen brachen. Sie mischten in ihre Romane Gedichte und Balladen, wobei sie sich auf Goethes Werke wie „Werther“ oder „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ beriefen. Friedrichs Schlegels Konzept der „progressiven Universalpoesie“ verbindet nicht nur unterschiedliche Gattungen und wissenschaftliche Richtungen miteinander, sondern enthält auch deren eigene Kritik, wozu Ironie als Stilmittel benutzt wurde. Das literarische Fragment ist ein bei den Romantikern ebenfalls ein beliebtes Darstellungsmittel. Die Kunst reflektiert ihr eigenes Versagen und grenzt sich somit ab vom harmonischen, in sich abgeschlossenen und den idealen Zustand spiegelnden Werk.

Achim von Arnim und Clemens Brentano sind wichtige Vertreter der Hochromantik. Doch wesentlich ist auch das Werk „Goethes Briefwechsel mit einem Kinde“ von Bettina von Arnim, Ehefrau und Schwester der beiden. Sie trug damit nicht nur zur Popularität Goethes in Deutschland bei, sondern thematisierte und kritisierte die damaligen sozialen Missstände. Jacob und Wilhelm Grimm mit ihren Märchen werden ebenso dieser Epoche zugeordnet. Zwei bekannte Spätromantiker sind E. T. A Hoffmann und Joseph von Eichendorff, welcher insbesondere durch seine unzähligen Gedichte berühmt wurde.

Joseph von Eichendorff genoss das Privileg, zusammen mit seinem Bruder zu Hause unterrichtet worden zu sein. Lektüre war ein wesentlicher Teil seines Unterrichts und er machte auch seine ersten kindlichen literarischen Versuche in dieser Zeit. Während er Jura, Geisteswissenschaft und Philologie studierte, hatte er die Möglichkeit, umherzureisen und viele Gegenden Deutschlands und deren Kultur kennenzulernen. Er arbeitete in Breslau im Staatsdienst, heiratete und hatte drei Kinder. Während der ganzen Zeit blieb er literarisch tätig und schrieb vor allem Gedichte. Doch seine Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ wird als Höhepunkt und Abschluss der Romantik betrachtet.

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