Literatur-Nobelpreis

Ein literarisches Werk zu erschaffen, setzt viel Kreativität und Disziplin voraus. Schließlich will ein Autor nicht nur eine Geschichte erzählen, sondern auch die Leser in seinen Bann ziehen. Autoren, denen das gelingt, haben die Chance, eine Auszeichnung für ihr literarisches Schaffen überreicht zu bekommen. Die höchste Auszeichnung, die ein Schriftsteller entgegennehmen kann, ist der Literatur-Nobelpreis. Der Preis wurde zu seiner Zeit von Alfred Nobel gestiftet. Er wird laut Auffassung Nobels denjenigen zugeteilt, die sich um die Menschheit verdient gemacht haben und ihr den größten Nutzen leisteten. Der Literatur-Nobelpreis wird seit dem Jahr 1900 im Auftrag der Nobelstiftung verliehen. Für die Verleihung zuständig ist die Schwedische Akademie. Momentan ist die Auszeichnung mit 10 Millionen schwedischen Kronen dotiert.

Der Preis wird jährlich überreicht, wobei der Preisträger immer im Oktober eines Jahres bekannt gegeben wird. Die feierliche Übergabe der Auszeichnung findet jedes Jahr am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, statt. Vorgenommen wird die Preisverleihung traditionell vom schwedischen König. Erstmals wurde der Literatur-Nobelpreis im Jahre 1901 verliehen. Damals erhielt der französische Lyriker und Philosoph Sully Prudhomme die Auszeichnung. Seit diesem Jahr gingen insgesamt 108 Literatur-Nobelpreise an verschiedene Autoren aus aller Welt. Zu den 108 Preisträgern zählen 96 Männer und 12 Frauen. Bisher gelang es noch keinem Autor, die Auszeichnung mehrfach in Empfang zu nehmen.

Viermal musste der Preis in der Geschichte unter zwei Schriftstellern aufgeteilt werden. Siebenmal kam es erst gar nicht zu einer Verleihung. Zum letzten Mal war dies im Jahre 1943 der Fall. Im Jahre 1912 wurde der Literatur-Nobelpreis an den bekannten Dichter Gerhard Hauptmann verliehen. Ihm wurde die Auszeichnung aufgrund seiner Wirksamkeit auf dem Gebiet der dramatischen Dichtung zuteil. Auch der bekannte deutsche Dichter Thomas Mann konnte im Jahr 1929 die begehrte Auszeichnung in Empfang nehmen. Die letzte deutsche Autorin, der es gelang, den Literatur-Nobelpreis zu bekommen, war Hertha Müller im Jahre 2010. Sie beschäftigte sich insbesondere mit den Schicksalen heimatloser Menschen.

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