Literatursoftware

Unter der Bezeichnung Literatursoftware versteht man Computerprogramme, die hauptsächlich zur Verwaltung der Literatur eines bestimmten Bereichs dienen. Literatursoftware wird zum Beispiel dazu benutzt, eine bestehende Literatursammlung wie eine Bibliothek zu verwalten und zu organisieren. Gute Literatursoftware dient beispielsweise dazu, den genauen Platz eines bestimmten Buches im Bestand zu finden und festzustellen, ob es gerade ausgeliehen ist oder nicht und wann es zurück erwartet wird. Auch in großen Buchhandlungen ist Literatursoftware unentbehrlich, zeigt sie doch, ob ein bestimmtes Buch noch im Bestand vorhanden ist oder nicht, ob es nachbestellt werden kann oder nicht und ob und wann mit einer Neuauflage zu rechnen ist.

Eines der wichtigsten Anwendungsgebiete der Literatursoftware existiert bei Universitäten und wissenschaftlichen Institutionen. Dort dient sie vornehmlich dazu, den Überblick über bestimmte Fachbereiche zu behalten. Alle neuen wissenschaftlichen Publikationen des jeweiligen Fachbereichs werden durch die Literatursoftware erfasst und katalogisiert. Literatursoftware erlaubt den Zugriff auf Datenbanken, in denen solche Werke digital gespeichert sind. Viele wissenschaftliche Arbeiten bestehen aus weit verstreuten Teilen, beispielsweise Artikeln in Fachzeitschriften, Zeitungen oder Reden bzw. Vorträgen auf Kongressen und Tagungen. Aufgabe der Literatursoftware ist es, solche Arbeiten zu erfassen und zum Abruf und zur Nutzung durch die wissenschaftliche Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

Für den durchschnittlichen Verbraucher ist Literatursoftware nur von untergeordneter Bedeutung. Sie wird eventuell höchstens während des Studiums oder der beruflichen Qualifikation benötigt. Am wahrscheinlichsten kommt man damit in Berührung, wenn man einmal eine große Bibliothek wie die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt oder Leipzig besucht. Für das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten ist Literatursoftware dagegen unerlässlich. Zum einen braucht der Autor den Zugang zu Datenbanken, den eine solche Literatursoftware bietet, um die neuesten Arbeiten seiner Fachkollegen als Informationsquelle zu nutzen, zum anderen muss der Verfasser sicher sein können, dass seine eigene Arbeit nicht bereits in ähnlicher Form von einem anderen Autor irgendwo publiziert wurde. Sonst vermag leicht der Vorwurf des Plagiats zu entstehen.

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