Siegeszug pluralistischer Literatur

Pluralistische Literatur bezieht sich auf eine, wie der Name schon sagt, vielseitige Beurteilung bestimmter Dinge und Sachverhalte. Dies lässt sich am Beispiel der Theologie besonders gut erläutern. In diesem Falle bezeichnet man es als religionstheologischen Pluralismus. Diese Art des Pluralismus wird in der Theologie genutzt, um beispielsweise andere Religionen aus so vielen Perspektiven wie möglich zu betrachten. Der theologische Pluralismus kann auch als Gegenteil des Exklusivismus betrachtet werden. Der Exklusivismus beinhaltet die Vorstellung, nur der eigene Glaube sei der einzig Richtige und nur der eigene Glaube würde zur Erlösung führen. Andere Religionen und Glaubensrichtungen werden nicht geduldet. Doch er unterscheidet sich auch von dem sogenannten Inklusivismus, welcher zwar andere Religionen nicht vollends diskriminiert, die eigene jedoch über alle anderen stellt. Somit wird also eine objektive Betrachtung aller Religionen nicht möglich.

Der religionstheologische Pluralismus hat die Absicht, keine Religion bevorzugt zu behandeln und alle von ihrer Wichtigkeit her auf eine Stufe zu stellen. Dabei unterscheidet er, dass in der Tat bestimmte Religionen bestimmten Menschen mehr bringen als anderen, verallgemeinert dies jedoch nicht. Auch betrachtet er, dass nicht alle Religionen konstruktiv sind. Aus diesem Grund ist der theologische Pluralismus also mit der philosophischen Denkweise des Relativismus zu vergleichen, welcher besagt, dass es keine absolute Wahrheit gibt, da diese von den unterschiedlichsten Bedingungen beeinflusst werden kann.

Verallgemeinert heißt dies also, dass der literarische Pluralismus gegebene Sachverhalte mit einer größtmöglichen Objektivität betrachten soll. Um dies zu gewährleisten, wird besagter Sachverhalt von verschiedensten Standpunkten aus betrachtet. Dies hat zur Folge, dass nicht immer klar zu beurteilt werden vermag, ob eine Sache positiv oder negativ ist; sie wird stattdessen als situationsabhängig angesehen. Diese Technik wurde gerade in den letzten Jahren immer beliebter, da sie Irrtümer bezüglich eines Themas weitestgehend ausschließt. Das ist vor allem von Vorteil, wenn es zum Beispiel um wichtige politische Entscheidungen geht.

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